Covid-19 als Berufskrankheit

🦠Covid-19 als Berufskrankheit – Die Zwei in Reflexstreifen informieren đź©ş

Im Gesundheitswesen haben wir als Rettungsdienstmitarbeiter, (Not-)Ärzte und auch die Pflege täglich mit, an Covid-19 erkrankten, Patienten zu tun.

Da ist das Risiko, sich damit zu infizieren stark erhöht.

Was viele Beschäftigte im Gesundheitswesen nicht wissen: Die COVID-19-Erkrankung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gesundheitsdienst kann als Berufskrankheit anerkannt werden.

Doch welche Voraussetzungen mĂĽssen dafĂĽr erfĂĽllt sein, wer ist versichert und welche Leistungen werden gezahlt?

Insbesondere Beschäftigte in stationären oder ambulanten medizinischen Einrichtungen können die Vorraussetzungen einer Berufskrankheit erfüllen. Das trifft sowohl auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu als auch auf ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Grundsätzlich müssen drei Voraussetzungen vorliegen:

  • Kontakt mit SARS-CoV-2-Infizierten Personen im Rahmen der beruflichen Tätigkeit
  • relevante Krankheitserscheinungen (Symptome), wie z.B. Fieber, Husten etc.
  • positiver Nachweis des Virus durch einen PCR-Test

Falls ein Verdacht besteht, sollte der behandelnde Arzt auf den beruflichen Zusammenhang angesprochen werden. Ärztinnen und Ärzte sowie der Arbeitgeber sind verpflichtet, dem zuständigen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung den begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit anzuzeigen. Man kann dies auch selbst bei seiner zuständigen Unfallversicherung melden.

Ist die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten der anstehenden Heilbehandlung sowie der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation. Bei einer bleibenden Minderung der Erwerbsfähigkeit kann sie auch eine Rente zahlen. Im Todesfall können Hinterbliebene eine Hinterbliebenenrente erhalten. Die Kosten für einen SARS-CoV-2-Test werden unter bestimmten Umständen übernommen. Zum Beispiel, wenn es im Rahmen der beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen oder in Laboratorien direkten Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2-infizierten oder möglicherweise infizierten Person gab.

Welcher Versicherungsträger zuständig ist, hängt vom Arbeitgeber ab. Für Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft ist das die regional zuständige Unfallkasse beziehungsweise der regional zuständige Gemeinde-Unfallversicherungsverband.

FĂĽr Einrichtungen in privater oder kirchlicher Trägerschaft ist es die Berufsgenossenschaft fĂĽr Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Weitere Informationen zur Anerkennung von Infektionskrankheiten als Berufskrankheiten sowie das ärztliche Anzeigeformular gibt es online unter www.dguv.de sowie auch auf den Seiten der Berufsgenossenschaft fĂĽr Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Quelle:

https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2020/quartal_2/details_2_394564.jsp?fbclid=IwAR1X01dQt1Ua1cT-M1KhI2OUnjDwbkuCC17mQClg39bZ5iSTT3b-_b7Pexo

Veröffentlicht von Patrick

Patrick ist in den MittdreiĂźigern und lebt in Bochum. Verheiratet, (noch) keine Kinder aber eine sĂĽĂźe Hundedame. Jede Menge Liebe und Leidenschaft fĂĽr CRM/TRM, Rettungsdienst und Notfallmedizin und natĂĽrlich hochmotiviert in Sachen Ausbildung.

Ein Kommentar zu “Covid-19 als Berufskrankheit

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ă„ndern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ă„ndern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ă„ndern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ă„ndern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: